Geld- und Reizwäsche – 11.07.2007

Ich wasche Geld. Und zwar ziemlich regelmässig. Sicherlich einmal im Monat. Das ist aber okay, denn  Geld färbt nicht ab und hat auch sonst keine negativen Einflüsse auf den Rest meiner Wäsche. Ganz im Gegensatz zu Papiertaschentüchern. Darauf reagieren meine Kleider allergisch und bekommen hartnäckigen weissen Ausschlag. Meine Feuerzeuge hingegen baden gerne ab und zu. Die funktionieren sogar nach einem Kochwaschgang tadellos. Faszinierend. Für die Leopardenstrings meiner Nachbarin sind sie aber gar nicht Feuer und Flamme. Genauso wenig wie ich. Und trotzdem findet sich manchmal ein solcher in meiner Wäsche. Schauder. Dabei würde man ihr das gar nicht geben, so bieder und verklemmt wie die aussieht. Keine Ahnung, wie man so zu einem Freund kommt. Muss wohl andere überzeugende Qualitäten haben… (jaja, wohl doch kein Blüemlisex-Typ). Aber eben, gewisse Dinge will man sich ja gar nicht im Detail vorstellen. Wobei… Nein, lassen wir das! Ich bin abgeschweift: Obwohl wir eigentlich im Wascheldorado leben (keine Liste auf der man sich eintragen muss), gibt es auch bei uns ab und zu Zoff. Zum Beispiel weil die prüde Nachbarin den Fuselfilter des Tumblers nicht reinigt. Das passt dem Max nicht. Dabei ist er ja ein total friedliebender Kiffer um die Fünfzig. Aber die graue Maus schafft es regelmässig, ihn auf die Palme zu bringen. Hm, könnte natürlich auch ihre Masche sein. Am besten pack ich das nächste verirrte Billig-Dessous per Exgüsi in Max’s Wäsche und heize die amüsante Hass-Liebe damit noch etwas mehr an.

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