Mediengeil – 05.09.2006

Hurra, Noëmi – oder Nömi, wie sie liebevoll am Mittagstisch genannt wird – war einmal mehr in der Presse. Nicht, weil sie wieder einmal in aller Bescheidenheit über ihre Nacht mit dem Robster plaudert, nein, man hat sie als Werbefigur entdeckt. Wieso denn, um Himmels willen? Wie immer stellt sich die Frage, warum man solchen Leuten überhaupt eine Plattform bietet. Ist es denn nicht genug, dass sie wegen einer halbwegs medientauglichen Story (im Sommerloch) bereits zu Warhols „15 Minuten Ruhm“ gekommen sind? Muss man ihnen den wirklich freiwillig noch mehr Medienpräsenz einräumen? Wie damals mit der Egozicke, die wochenlang durch den Blick geschleift wurde, bis auch das letzte achso spannende Detail ihres Lebens enthüllt war. Gähn. Aber zurück zum Williams-Harem: Aus bald jeder Stadt kann ein Mädchen berichten, was denn so unter den Laken und im Bad des Superstars läuft. Und alle berichten interessanterweise das Gleiche (durften wohl früher auch alle vom Nachbarn abschreiben). Ob wahr oder nicht, ist dabei völlig egal. Die Groupies kommen zu ihrem Auftritt und Robbies Image als Womanizer ist gerettet. Denn wer würde schon gerne lesen, dass sich Williams jeweils um 22h00 – nach dem Genuss einer warmen Ovi – schlafen legt?

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