Renaming – 10.10.2006

Neulich aufgefallen an der Langstrasse: Das Etablissement Chicago heisst nun „Ritze“. Wie sinnig, denkt sich der amüsierte Betrachter und fragt sich gleichzeitig, ob es nicht gescheit wäre, wenn noch andere Lokale unmissverständlich ausdrücken würden, woraus ihre Daseinsberechtigung eigentlich besteht. Das Carlton zum Beispiel, könnte sich vorbehaltlos „Willige Sekretärin sucht Banker“ nennen. Statt Adagio würde in Leuchtschrift „Secondhand Börse“ vor dem Eingang prangen. „Aargau und Thurgau suchen Anschluss“ sagt sowieso viel mehr aus als Palavrion und die Celebreighties in der Labor Bar könnte genauso unter dem Motto „Desperate Housewives“ stattfinden. Das Kaufleuten mutiert zur „Heiligen Kuh“ und die Zukunft zur „Tropfsteinhöhle“. Beim Plazda ist der Namen eigentlich schon Programm, eine Optimierung deshalb nur schwer zu finden. Beim Nelson wiederum ist der Fall klar. „Ja, ich will“ (was auch immer) drückt präzise aus, was zu erwarten ist. Hey, und wenn schon elitär, dann bitte gleich eindeutig: Aus Indochine und Diagonal werden letztendlich kurzerhand die „Geschlossene Gesellschaft“ und das „Fuck off“.

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