Völkerverständigung – 20.06.2006

Wir haben eine gute englische Freundin, welche vor einiger nach Zürich zog. Ihre Sprachgewandheit führte schnell dazu, dass sie Schweizerdeutsch verstand und sich auch ansonsten sehr gut hier zurechtfand. Okay, dem Typen an der Langstrasse, der sie nach Coci fragte, wollte sie grossherzig ihr Süssgetränk anbieten, aber ansonsten… Sie lebte sich jedenfalls sehr schnell ein und entwickelte auch sonst viel Begeisterung für die Schweiz. So kam es, dass wir mit ihr einen typischen 1. August Ausflug auf den Pilatus machten. Natürlich inklusive „Cervelat-am-Stecken-bräteln“. Beim Grillplatz angekommen drückten wir ihr feierlich ein Schweizer Offizierssackmesser in die Hand, mit dem Auftrag, uns Äste für die Cervelats schneiden zu gehen. Frohen Mutes verschwand sie für die nächste Viertelstunde im Gehölz. Als wir schon bald einen Suchtrupp losschicken wollten, stapfte sie mit roten Backen und einem mickrigen Stecken aus den Büschen hervor und verkündete empört, dass die Arbeit ja ganz schön anstrengend sei. Stillschweigend nahmen wir ihr das Messer aus der Hand, klappten die Nagelfeile ein und zeigten ihr, wo die kleine Säge ausgezogen werden kann…

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