Jeremy-Pascal? Nein danke.

Liebe S.

Ich könnte das gar nicht schöner schreiben als Du. Deshalb habe ich mir erlaubt, Dein Mail gleich hier zu integrieren. Ich hab mich nämlich köstlich amüsiert:

Ahoi my dear

Falls du mal nicht weisst über was du schreiben sollst, schreib doch einfach über Mütter, die Nicht-Mütter diskriminieren.
War gestern umzingelt von dieser Gattung und weiss nun, dass mein Leben ohne Mann und Kind keinen Sinn macht und ich nichts anderes als ein einsamer Mensch bin. Und dies wurde mir von einer Dame näher gebracht, die ihre Söhne Jamy (mit Y wohlgemerkt, nicht ie) und Jaden (wahrscheinlich auch mit Y) nennt.
 
Ach und mir wurde übrigens empfohlen, mich doch künstlich befruchten zu lassen, falls ich keinen Mann finde. Aber mit 32 soll ich mir noch keine Gedanken machen. Es gibt heutzutage auch NOCH ältere Frauen die Kinder kriegen. *lach* das hat mich sehr  beruhigt.

Meine Liebe, happy weekend und bis gli

S.

 

How to survive a Firmen-Weihnachtsessen

1) Such Dir einen Platz möglichst weit weg vom Boss. Ausser Du gehörst zur Gattung der Streber, deren Ruf sowieso bereits ruiniert ist, oder den (vermeintlich) naiven Mitarbeiterinnen, die sich immer ganz per Zufall auf, äh… neben, dem Schoss des Chefs wieder finden. 2) Wähle ein dezentes Outfit. Ausnahmen bilden da natürlich die Damen unter Punkt 1. Deren Bekleidung dient ja schliesslich auch zur besten Unterhaltung bei Tischgesprächen. 3) Trink mit. Du willst ja nicht als Spassbremse gelten. Männer sollten daran denken, dass ihre Attraktivität nicht mit der Höhe des Alkoholpegels steigt (ehrlich…). Frauen hingegen sollten beachten, dass sich der schwindende Gleichgewichtsinn nicht mit High-Heels verträgt. Unterwäsche zu tragen wäre deshalb ratsam (halte Dir Britney Spears vor Augen). 4) Auf das Erzählen von Witzen, Vorführen von Zaubertricks und Geschichten über chronische Leiden sollte verzichtet werden. Solche Themen gehören ausschliesslich an Familienfeste. 5) Auf den Tischen zu tanzen ist nur am Weihnachtsessen des Petit-Fleurs angebracht. 6) Solltest Du am „day-after“ doch auf einen Fauxpas angesprochen werden: Täusche Amnesie vor und wechsle gekonnt das Thema, indem Du lautstark verlauten lässt, Du hättest Boss X mit Mitarbeiterin Y verschwinden sehen.

Koalas stinken…

… und fühlen sich kratzbürstig an. War mal an der Zeit, mit ein paar romantischen Vorurteilen aufzuräumen. Vielleicht, weil ich mich heute gerade wie abgebildetes Exemplar fühle.

You’d better shut up

Männer. Manchmal finden sie einfach nicht die richtigen Worte, obwohl sie es wahrscheinlich gut gemeint hätten. Hier ein Auszug von Komplimenten und Nettigkeiten, welche meine lieben Freundinnen in ihrem Leben schon zu hören bekommen haben. Und sicher nie mehr hören wollen. Der Authentizität wegen in schweizerdeutsch, also ohne Rücksichtnahme auf Gummihälse mit mangelnden Schweizerdeutsch-Sprachkenntnissen. Und weil wir Frauen manchmal so unergründlich scheinen auch gleich noch mit den entsprechenden Gedanken. Also, was Männer manchmal lieber für sich behalten würden:

Während einem romantischen Candle-Light-Dinner: „Du magsch au no ässe, hä?!“. (Frau verschluckt sich und denkt: Will der mir etwa sagen, ich fresse wie ein Mähdrescher?)

Beim Kuscheln: „So luschtig, du häsch do so Delle am Oberschänkel, hesch gwüsst?“. (Frau denkt: Scheisse, wenn ihm klar wird, dass es Cellulite ist, verlässt er mich! Ich stell mich am besten schlafend.)

Zur Ex-Freundin: „Also mit dir bini würkli wäge dine innere Wärt zäme gsi!“ (Frau denkt: Was? Der Depp fand mich also hässlich? Naja, mein neuer Freund sieht sowieso auch besser aus.)

In der Küche: „Du häsch es richtigs Talänt defür, d’Gschirrpülmaschine izruume.“ (Frau denkt: Ein Muttersöhnchen! Frau sagt: Ich kanns Dir sogar beibringen.)

Im Gespräch: „Was? Du wirsch erscht Drissgi?“ Und dann wird auf Grund des empörten Gesichtsaudruckes des Gegenübers gleich noch nachgedoppelt: „Hey, ich mein das im Fall total positiv, will also, äh, Du würksch drum so riif…“. (Frau denkt: Arschloch. Frau sagt: Arschloch.)