Thanks, but no thanks.

Iam

 

Vorab: Ich weiss, das tut man nicht. Aber ich bin nun mal neugierig. Und wenn mir mein Vordermann im Tram sein Handy quasi entgegenstreckt und ich trotz Sehschwäche seine SMS lesen kann, komme ich nicht umhin. Zugegeben, es war etwas hart, alles zu entziffern und ich gebe auch keine Gewähr, dass sich der Wortlaut genau zu 100% so verhalten hat. Aber folgender Auszug ist ziemlich nah dran:

Jasmin Whatever:

“We could meet again if you are still interested.”

Gutaussehender Typ vor mir:

“Jasmin, don’t get this wrong but I don’t think this will be possible. I’m really busy at the moment. First, I won the lottery and therefore I will move to Mexico soon, install myself in a beachhouse and do some trading. I guess there wont be any room for a date in the meantime…”

Weiter kam ich leider nicht. Aber das brauchte ich auch gar nicht, denn ich habe mir sogleich Jasmin beim Lesen der Nachricht vorgestellt. Die freudige Erwartung, als sie sah, dass er zurückgeschrieben hatte. Erster Unmut nach dem Lesen der aussichtlosen Eröffnungsfloskel. Und dann die harte Wahrheit: Nicht nur, dass der Typ sie offensichtlich verschmäht hatte. Nein, ihr war auch noch ein Millionär durch die Lappen gegangen!

Einzig die Frage bleibt, ob Jasmin die charmante aber klare Abfuhr durchschaute oder sich noch immer über die verpasste Chance grämt.

Und die Moral von der Geschichte? Sei Dir immer bewusst, dass dein Hintermann im Tram Deine SMS mitlesen kann. Und wieso hab ich den Typen eigentlich nicht angesprochen?